Kasabian – Fire (Musikvideo)
Das dritte Kasabian Album wirft seine Schatten in Form einer ersten Sinlge inkl. entsprechendem Musikvideo voraus.
In Sepia-Look getauchte Bilder, etwas Westernoptik in modernem Gewand, ein bis zwei nette Ideen… und fertig ist das Video. So oder so ähnlich hat man sich das anscheinend gedacht. Zugegeben: Der Einfall, die Band im Outlaw-Look und nur mit ihren Instrumenten bewaffnet eine Bank zu überfallen, ist kein schlechter, aber die Umsetzung der Idee gestaltet sich dann doch etwas dröge und langweilig. Die Produktion mag ja aus technischer Sicht durchaus gelungen sein, aber Bild und Ton ergeben in diesem Fall keine Einheit, laufen nebeneinander her und wirken regelrecht uninspiriert. Den Song “Fire” mag ich ja im Grunde ganz gerne – auch wenn es definitiv kein Hit ist – , aber in Zusammenhang mit dem Video würde ich mir das kein zweites Mal anhören/anschauen.
Kasabian – Fire from Kasabian on Vimeo.
Bewertung: 














du hast völlig recht phil, weder musikalisch noch visuell überzeugend. schade, eigentlich mag ich Kasabian, aber was soll man machen…
Ich finde man sollte die musikalische Überzeugung nicht nach einer Studioversion des Songs beurteilen.
Ich habe Kasabian letzte Woche zwei Mal live als Vorband für Oasis in Manchester erlebt. Und ich muss ehrlich sagen, dass dieser Song vom neuen Album am Besten vom Publikum aufgenommen wurde.
Ich muss zugeben, dass das Video nicht eines ihrer besten ist, aber wenn man ehrlich ist, ist kaum ein Musikvideo von irgendeinem Künstler ein wirklicher Hingucker…
Live sind Kasabian immernoch eine der besten Live-Bands und daran wird dieser Song ganz bestimmt nichts ändern. Ich erinnere mich nur zu gern an Manchester und auch an alle möglichen Youtube-Videos als Oasis-Vorband zurück. Dieses musikalische Meisterstück wird definitiv ein bekannter und geliebter Kasabian-Song.
zumindest wird er von Menschen auch jetzt schon geliebt (und ich spreche nicht nur von mir, sondern von tausenden von Fans), die Kasabian vor allem als Live-Band schätzen und nicht einen Song nach der Studioversion beurteilen.
Die Beurteilung eines Songs, eines Films, eines Buches oder eben auch eines Musikvideos kann nur in den Grenzen des eigentlichen Mediums erfolgen. So spielt für die Qualität eines Songs, den ich auf einer CD höre, eben nur diese digitale Aufnahme eine Rolle, unabhängig davon, ob der Song live besser oder schlechter klingt.
Ein Musikvideo bildet da keine Ausnahme. Im Gegenteil, es wäre höchst unpassend, ein Video gut zu finden, nur weil die Band es live wesentlich besser spielt. Eine Band, die eine Beurteilung nach diesen Maßstäben ablehnt, sollte dann in letzter Konsequenz auch auf Tonträger und Videos verzichten.
Kritik an einer einzelnen Veröffentlichung einer Band darf auch nicht als Kritik an der Band selbst verstanden werden, sondern dient einzig und allein der Bewertung des Songs, des Albums oder eben auch des jeweiligen Videos.