Yeah Yeah Yeahs – Heads Will Roll (Musikvideo)
Karen O und die Yeah Yeah Yeahs überraschten mit ihrer neuen Platte und dem dazugehörigen neuen Sound sowohl Fans als auch Kritiker. Wahrscheinlich kann sich auch nicht Jeder mit der starken Discolastigkeit von It’s Blitz anfreunden und auch meine Wenigkeit musste dem dritten Longplayer der Band einige Hördurchläufe zugestehen bis er dann irgendwann so richtig zündete. Show Your Bones halte ich zwar nach wie vor für das mit Abstand beste Album der Yeah Yeah Yeahs, aber It’s Blitz kann sich da mittlerweile auch gut sehen lassen.
Mit Heads Will Roll folgt die zweite(?) Singleauskopplung, die auch gleich ein obligatorisches Musikvideo spendiert bekommt. Mit Sicherheit keine schlechte Wahl, denn bei dem Song handelt es sich mit Sicherheit um einen der eingängigsten Ohrwürmer des neuen Albums und legt auch gleich mit einem sehr smarten Synthiepart los. Und sind wir doch mal ehrlich: Bei einer so prägnanten Stimme, wie der von Karen O, ist es doch letztlich egal, ob da im Hintergrund nun Punk, Rock, Indie oder Disco läuft. Ich bin mir sicher, zu den Yeah Yeah Yeahs würde alles passen.
Das Video selbst ist zu Beginn relativ simpel konstruiert und bietet ein solides Band-spielt-vor-Publikum Szenario. Nach einiger Zeit betritt dann ein Werwolf in Anzug und Krawatte die Bühne und beginnt sich auf eine Art und Weise zu bewegen, mit der er wahrscheinlich jeden Michael-Jackson-Dance-Alike-Contest gewonnen hätte. Das sieht nicht nur großartig bizarr aus, sondern passt auch wirklich sehr gut zur proklamierten neuen Tanzbarkeit der Yeah Yeah Yeahs.
Gegen Ende kulminiert dann der Song in einem stark abstrahierten Splatter-Festival mit großartigen Bildern und einem wahrhaften Rausch in Bild und Ton. Wer sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht auf der Tanzfläche befindet, der steht wahrscheinlich auch den Rest des Abends sinnlos in der Ecke rum und hält sich krampfhaft an seinem Bier fest.
Dennoch ist das Video nicht in allen Belangen gelungen. An manchen Stellen sieht man ihm dann doch die eingeschränkten finanziellen und produktionstechnischen Mittel an. In meinen Augen macht das die Band allerdings nur noch sympathischer oder will jemand Karen O ernsthaft in auf Hochglanz polierten Bildern in einem Stadion voller Menschen auftreten sehen? Ich zumindest nicht!
Bewertung: 













