Baroness – Blue Record

baroness_blue_record_2Das nennt man dann wohl Coporate Design. Das neue Album der Sludge Metaller Baroness orientiert sich vor allem hinsichtlich Albumtitel und Cover-Artwork eindeutig am berauschenden Vorgänger The Red Album. Schon äußerlich wird klar, hier erfindet sich niemand neu. Auch musikalisch hat sich bei den vier Amis wenig getan. Wo jedoch an anderer Stelle immer wieder vom Stillstand als Rückschritt gesprochen wird, verfeinern die Jungs um die beiden Sänger/Shouter Baizley und Adams ihre virtuose Mischung aus Doom Metal, Stoner Rock, Hardcore und diversen progressiven Elementen. Die daraus resultierende Gemengelage ist dabei alles andere als matschig, brauch jedoch den einen oder anderen Hördurchgang, um sich nachhaltig ins Gedächtnis zu brennen. Aber seien wir mal ehrlich, das war beim Vorgänger nicht anders.

Baroness lebt in erster Linie von der Kohärenz seines Gesamtkunstwerkes. Das spiegelt sich nicht nur in den diversen Artworks wieder, sondern vor allem in der Dramaturgie des Albums. Jeder Song dient dabei dem großen Ganzen. Der Star ist sozusagen die Mannschaft. Superstars und grandiose Einzelspieler sucht man hier vergebens. Das Kollektiv aus den 12 Songs gewinnt dennoch und das durchaus eindrucksvoll. Wer Kylesa, Isis oder Mastodon kennt, dem kommt das unter Umständen bekannt vor. Das ist passen zur herbstlichen Gemütslage und dient der Katharsis der Seele.

Doch eine Band muss sich immer auch an ihrem bisherigen Schaffen messen lassen und in der Hinsicht kann sich Blue Record nicht von The Red Album absetzen. Wer vorher schon nichts mit Baroness anfangen konnte, der wird auch mit diesem Album nicht warm werden. Fans des 2007er Debüts bekommen allerdings die erwartete Kost progressiver Düsternis. Das nennt man Stagnation auf hohem Niveau. Wirklich toll, aber das nächste Mal geht noch etwas mehr, oder?!

Bewertung: ★★★★★★★☆☆☆

Teile und herrsche:
  • email
  • Digg
  • del.icio.us
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong.DE
  • MySpace
  • StumbleUpon
  • Technorati
  • Tumblr
  • Wikio
  • Yigg

Hinterlass einen Kommentar