Die besten Alben 2009
Als große Musikliebhaber stehen wir natürlich auch auf die unzähligen Jahrescharts, die gegen Ende des Jahres in den diversen Musikzeitschriften und -Blogs veröffentlicht werden. Denn selbst wer im Laufe des Jahres ein offenes Ohr für Neuerungen hatte, findet in der Regel immer wieder die eine oder andere Perle, die bislang spurlos an einem vorüber gegangen ist. Außerdem ist es sowohl für Leser als auch Schreiber wirklich angenehm nochmals über das vergangene Jahr und das eigene Hörverhalten zu reflektieren. Da fühlen wir uns natürlich ebenfalls dazu verpflichtet unseren Beitrag zu leisten und so durften unsere kleine Autoren-Schar jeweils ihre Top-5 Alben des Jahres 2009 in aller Kürze vorstellen.
Jonas’ Top-5
Platz 1: Loney, Dear – Dear, John
Der Name Emil Svanängen dürfte wohl nur Insidern ein Begriff sein, vor Allem solchen, die sich mit den Skandinavischen Nachbarn und ihrem musikalischen Schaffen auseinander setzen. Ich muss zugeben, auch ich hatte keine Ahnung wer dieser Emil war als mir eine Freundin die neue Platte von Loney, Dear, welches die Band des Multiinstrumentalisten Svanängen ist, gab und meinte: „Das wird dir gefallen!“. Und sie sollte Recht behalten.
Loney, Dear sind für mich die Entdeckung des Jahres. Mit ruhigen, einfühlsamen Pop-Songs die von der geschickten und unkonventionellen Instrumentierung und den ungewöhnlichen Akkorden und Melodien leben (wer nimmt sich schon Tomaso Albinonis Adagio in G aus dem 18. Jhd als melodische und harmonische Vorlage?) plätschert das Album Dear, John nur so dahin, erzählt von Liebe, Flughäfen und Wanderungen an nächtlichen Seen und lässt dem Zuhörer durch die unaufdringliche Art immer genug Freiraum für die eigenen Gedankenspiele.
Für mich gab es im Jahr 2009 kein Album, das an die wunderbar friedliche aber dennoch zerbrechliche Stimmung von Dear, John heranreichte. Vor Allem das wunderbare Harm/Slow, das sich, wie schon erwähnt, stark am Barocken Meisterwerk Albinonis orientiert (das übrigens auch im Original sehr hörenswert ist), zog mich völlig in seinen Bann. Einfach ein tolles Album, das jedem Nicht-Insider der Skandinavischen Musikszene, der Loney, Dear wahrscheinlich eh schon kennen wird, nur zu empfehlen ist!
Platz 2: Editors – In This Light And On This Evening
Wer hätte gedacht dass sich die Editors mit einem solch grandiosen Synthie-Feuerwerk 2009 in der Musikwelt zurückmelden? Viele hatten mit einem eher poppigen und Chart-Orientierten Album gerechnet, das den Jungs aus Birmingham zwar viel Geld aber auch viele verärgerte Fans bringen würde, so wie es eben auch schon andere Gefolgsleute der Szene wie zum Beispiel die The Killers vorgemacht hatten. Ich jedenfalls rieb mir verwundert die Augen (oder Ohren?), als ich zum ersten mal das neue Album In This Light And On This Evening gehört hatte. Waren das die Editors? Ja, wenn auch in komplett veränderter Form, dennoch empfehlenswert und eines meiner Highlights im Musikjahr 2009!
Platz 3: Soulsavers – Broken
Eine wunderbar düstere und atmosphärische Platte, die es auf ihre ganz eigene Art und Weise versteht, den Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Mit morbider Grundstimmung und von Mark Lenagans Gesang getragen zieht dieses wunderbare Album leider viel zu schnell an einem vorbei. Definitiv eines meiner Top 3 in diesem Jahr!
Platz 4: Julian Plenti – Julian Plenti is… Skyscraper
Natürlich muss man bei Plentis Gesang unweigerlich an Interpol denken, doch es ist schon erstaunlich wie der Kopf der bekannten New Yorker Indie-Fromation, der ja eigentlich Paul Banks heißt, es schafft, einen neuen und eigenen Stil zu entwickeln. Julian Plenti ist viel zugänglicher und näher als alle drei Inerpol-Alben und überzeugt mit dieser intimen Stimmung. Ein toller Solo-Ausflug, aber dennoch freue ich mich auf das für 2010 angekündigte vierte Interpol-Album!
Platz 5: White Lies – To Lose My Life …
Ich denke die Wahl von To Lose My Life … in meine Top 5 wird für einige Diskussionen sorgen, aber ich stehe dazu ! Natürlich schwimmen die White Lies auf der Indie-Wave-Welle gekonnt mit und liefern nur bedingt Neues, dennoch befinden sich für meinen Geschmack extrem viele Ohrwürmer und Dancefloor-Stürmer auf der ersten Veröffentlichung des Londoner Trios. Es mag ein überproduziertes und extrem durch die Medien-Industrie gepushtes Album sein, dennoch eines meiner meist gehörten im Jahr 2009 (vielleicht nur weil es schon im Januar veröffentlich wurde? – wer weiß).
Sascha’s Top-5
Platz 1: Dinosaur Jr. – Farm
Reichlich spät hat sich für mich mein Album des Jahres 2009 herauskristallisiert. Erblickte Farm schon im Sommer das Licht der Plattenwelt, fand sie ihren Weg mit reichlich Verzögerung in meinen CD-Player. Vom früheren Werk von Dinosaur Jr. weitestgehend unberührt (ja, Asche über mein Haupt, kenne ich doch lediglich Hand it Over und den legendären Feel The Pain – Videoclip) konnte ich mich recht unvoreingenommen mit ihrem Output nach ihrer Reunion (2007) auseinandersetzen.
Schon das Come-Back-Album Beyond von 2007 strotze geradezu vor Spielfreude. Zwei Jahre später nun wird nachgelegt und Farm steht Beyond in nichts nach. Druckvoll eröffnet Pieces die Platte und vereint auch schon direkt alles was Dinosaur Jr. (für mich, siehe Einleitung) ausmachen. Noise-Rock, oder Alternative Rock oder .. Autsch … Grunge? … Verzeihung. Auf alle Fälle, Gitarrenwände mit einem unheimlich rotzigen Sound, viele Melodiebögen und J Mascis unverwechselbarer, melancholischer und schnodderiger Gesang. Die Songs gespickt mit vielen kleinen Ideen und Melodien und Gitarrenläufen. Musik die den idealen Soundtrack zum Tagträumen in der S-Bahn bietet. Funktioniert bei Sonnenschein ebenso gut wie bei Regen.
Gegenüber Beyond präsentiert sich Farm aber über weite Strecken beschwingter. Die Melancholie ist durchaus noch spürbar, wird aber beispielsweise nur in Said The People hemmungslos ausgelebt. Hier drehen Dinosaur Jr. dann auch zu Höchstleistungen auf, wenn Mascis in dem fast achtminütigen Stück darüber singt wie ihn die Menschen deprimieren und nach einem flehendlichen „Save Me“ gleich zweimal innerhalb des Lieds zu einem Gitarren-Solo ausholt, welche durchaus an Alone auf der Hand It Over heranreichen. Überhaupt lebt die Platte von Mascis ausufernden Gitarrensoli, die viele der Lieder weit über die 5-Minuten-Marke hinausschieben. Es macht einfach unheimlich viel Spaß zuzuhören, mit welcher Leidenschaft der gute Herr sein Instrument spielt. Das Album wird schließlich durch Your Weather und Imagination Blind abgerundet, in denen auch der Bassist Lou Barlow ans Mikrofon darf und einen interessanten Kontrast zu J Mascis dominierenden Gesang schafft.
Als kleinen Kritikpunkt lässt sich höchstens anführen, dass das Schlagzeug und der Bass in der Produktion doch arg in den Hintergrund gerückt wurden. Die Qualität der Songs wird dadurch aber keineswegs gemindert. Ein geniales Album, das mich sicher noch eine ganze Weile begleiten wird.
Anspieltips: Pieces, See You, I Don’t Wanna Go There, Said The People
Platz 2: John Frusciante – The Empyrean
Für eingefleischte Fans der Red Hot Chili Peppers mag John Frusciante vergangene Woche die schlimmste Nachricht des scheidenden Jahres auf seinem Blog veröffentlicht haben. Der Meister verlässt (wieder einmal) die RHCP. Wie sich das auf das weitere Schaffen der Peppers auswirkt, bleibt abzuwarten. Umso hoffnungsvoller blicke ich dafür Frusciantes Soloplatten entgegen. Der Schritt seiner Band den Rücken zu kehren und seine angeführten Gründe sind absolut nachvollziehbar, wenn er schreibt er habe sich künstlerisch weiterentwickelt. Denn wo die RHCP (nur – wenn auch geniale -) Pop-Songs schreiben, erschafft John Frusciante Kunst. Tiefgründig, experimentell & anspruchsvoll.
Mit The Empyrean legt er erneut eine sehr imposanteste Platte vor. Gäbe es nicht schon Shadows Collide With People, würde ich von seinem Meisterwerk sprechen. Beeindruckend, wie er alle Register des Songwriting zieht und den Liedern immer wieder neue Nuancen gibt.
Nach dem langsamen, instrumentalen Opener Before The Beginning folgt dann auch sogleich das erste Highlight der Platte. Ein geniales Cover von Tim Buckleys Song To The Siren, das an Eindringlichkeit weder dem Original noch der Version von The Mortal Coil nachsteht. In Unreachable legt Frusciante anschließend ein solch traumhaftes Gitarrensolo hin, dass der Song-Titel ziemlich treffend gewählt ist. Die Gitarrenarbeit ist natürlich auf der ganzen Platte (wie immer) über jeden Zweifel erhaben.
The Empyrean ist unheimlich vielschichtig und hält bei jedem Hördurchlauf weitere Facetten bereit, die es zu entdecken gilt. Ein Album, das schier ins Unendliche wächst. Bin gespannt, was noch kommen wird.
Platz 3: Brand New – Daisy
War eine solch rohe und sperrige Platte zu erwarten? Die neue Brand New kommt wahrlich nicht zimperlich daher und wandelt irgendwo zwischen Melancholie und impulsiver Aggression. Klingt jetzt erst mal nicht so wahnsinnig spannend, hat man ähnliche Gerichte ja doch bereits mehrfach verspeist und von einer unüberschaubaren Anzahl an Bands serviert bekommen. Ohnehin, ausgiebig geschrien wurde auch schon auf The Devil And God Are Raging Inside Of Me, jedoch war diese bei weitem nicht derart kantig.
Auf dem Vorgänger zu Daisy zeichnete sich schon deutlich ab, dass die Herren gerne experimentieren, aber diesmal klingt alles noch ein gutes Stück progressiver und eigenwilliger. Insbesondere klingt Daisy aber nach einem: höllisch viel Krach! Dem Ohr schmeichelnde Melodien sind nach wie vor vorhanden, wurden aber sehr dürftig über den ächzenden und sich beständig windenden Körper von Daisy gelegt. Nein, man kann Brand New sicher nicht den Vorwurf machen, sie würden sich mit dieser Platte verkaufen. Neben dem offensichtlichen Hit At The Bottom ist Gasoline eines der (vielen) Highlights. Deshalb an dieser Stelle die zutreffende Floskel: Sollte in keiner Sammlung fehlen!
Platz 4: Fever Ray – Fever Ray
Fever Ray stellt die Ausnahme meiner gitarrenlastigen Top-5 dar. Eine Platte wie eine Musik gewordene Depression. Sich träge ausbreitende, düstere Klangwelten, die sich in schwerfällig pulsierende Rhythmen und Sounds ergießen. Unterkühlt und synthetisch. Fever Ray hätte sicher auch einen guten elektronischen Soundtrack für Lars von Triers zutiefst verstörenden und bedrückenden Horrorfilm Antichrist abgegeben (großartig und gleichzeitig eine absolute Zumutung für den Zuschauer). So ähnlich ergeht es einem auch mit Fever Ray. Man muss die Bereitschaft mitbringen, sich auf eine solche emotionale Talfahrt einzulassen, wird dafür aber mit großartiger Musik belohnt. Wie auch bei ihrer Band The Knife verfremdet Karin Dreijer Andersson ihre Stimme bis zur Unkenntlichkeit und nutzt dieses Stilmittel gekonnt um eine ganz eigene Klangwelt zu erschaffen.
Platz 5: Silversun Pickups – Swoon
Irgendwas ist an der Musik der Silversun Pickups dran, was mich unweigerlich in ihren Bann zieht. Zum einen ist es die außergewöhnliche Stimme von Sänger Brian Aubert und dessen expressiver Gesangsstil sowie dieser faszinierende Gitarren-Sound, an welchem sich Freunde von Fuzz-Gitarreneffekten ergötzen können. Vor allem verfügen ihre Songs aber über diese eindringliche Atmosphäre; diese ständig präsente Traurigkeit und Verzweiflung, die den Liedern innewohnt. Grandiose Arrangements und Hooklines, als auch die perfekte Produktion machen jeden Song zu einem Kandidaten für den Repeat-Button. War Carnvas schon ein phantastisches Album, ist es ihnen gelungen dieses mit ihrem zweiten Longplayer noch zu übertreffen.
Seb’s Top-5
Platz 1: Nick Cave und Warren Ellis – White Lunar
Dieses Jahr ist anders. Noch nie habe ich so wenige Platten gehört, noch nie mich so zögerlich neuen Scheiben angenähert. Gleichzeitig habe ich jedoch noch nie so intensiv, genau und mit Hingabe diejenigen Platten gehört, die in meine CD-Player rotieren. Es war ein Reflex, der mich die neue CD des Australiers bestellen ließ: neues Album von Nick Cave – in den Einkaufswagen! Ich wunderte mich schon sehr, dass der gute Mann schlichtweg nicht singen wollte. „Hey Nick, wo bleibt denn deine geniale Stimme, die ich seit Jahren liebe!“ Nachträglich las ich mir die Beschreibung zu White Lunar durch und war überrascht, ein wenig enttäuscht und fühlte mich betrogen. Filmmusik? Fast alles nur Instrumental-Stücke?! Kein Song-Writing? Keine verzweifelten Lyrics und Vocals?! Tja, da saß ich nun mit meiner neuen Nick Cave-Platte und kostete die Abwesenheit des Meisters. Doch dann passierte es. Mit einem Seufzer legte ich den Silberling erneut ein…er rotiert bis heute!
Cave und Ellis bieten grenzenlos facettenreiche und tiefsinnige Songs gibt es da zu hören. Fantastische Arrangements und eine zauberhafte Atmosphäre. Oft passiert nicht viel und doch spielt sich ein ganzer Kosmos von Erlebnissen, Eindrücken und Dramen im Kopf des Zuhörers ab. Mit dieser CD verhält es sich wie dem auf selbiger besungenen bzw. mit Musik unterlegten Streifen Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford. Entweder man liebt diese völlig entschleunigte und nur ihren eigenen Gesetzen gehorchende Musik und Filmkunst oder man kann damit gar nichts anfangen. Ich konnte dieses Jahr sehr viel damit anfangen. So viel, dass ich gar nicht mehr Musik hören wollte…Meine Platte des Jahres!
Platz 2: Soulsavers – Broken
Für mich gibt es keinen Sänger, der mehr Leiden, Liebe, Hass, Emotion und Zögern in seine Stimme legen kann wie Mark Lanegan. Ein vielschichtiges, spannendes und immer faszinierendes Album.
Platz 3: Bob Dylan – Together Through Life
Der Meister kann es noch immer! Fantastisches Album, das vor allem durch seine treibenden Rocksongs überzeugt und begeistert. Danke Bobby – „It’s all good!!“
Platz 4: Julian Plenti – Julien Plenti Is Skyscraper
Tja, es ist keine Interpol-Platte geworden…leider! Leider? Nein, wärmer, intensiver und menschlicher als die Werke von Interpol. Paul Banks begeistert mich – auch ohne seine Kollegen Daniel Kessler, Sam Fogarino und Carlos Dengler!
Platz 5: Editors – In this Light and on this Evening
Mutig, schroff, dunkel. Mit brillanten Songs, aber auch einigen zu glatten Stücken schaffen es die Editors gerade noch in meine Top 5.
Phil’s Top-5
Einige der Alben, die bereits von meinen Mitstreitern genannt wurden, würden es unter Umständen auch auf meine Top 5 des Jahres 2009 schaffen. Da wir dem Leser aber auch einen gewissen Mehrwert bieten wollen, möchte ich an dieser Stelle explizit auf Mehrfachnennungen verzichten. Ansonsten hätten es beispielsweise Editors, Soulsavers und auch John Frusciante in die Liste geschafft.
Platz 1: Dredg – The Pariah, The Parrot, The Delusion
Rückblickend betrachtet ist 2009 ein wirklich sonderbares Musikjahr geworden. Viele aus dem Kreise meiner persönlichen Favoriten, die auch in der breiten Öffentlichkeit bekannt sind – beispielsweise Muse, Dredg, Maximo Park, The Mars Volta, Editors, Biffy Clyro etc. – haben dieses Jahr ein neues Album veröffentlicht. Und auch wenn mich keines der Alben wirklich 100%ig überzeugen konnte und gerade in Relation zum bisherigen Schaffen der jeweiligen Band meistens etwas enttäuschte, waren es doch einige der oben genannten Bands, die mich auch dieses Jahr wieder am meisten beeinflusst und immer wieder den Weg durch meine Boxen gefunden haben. Dredg ist hierfür das Paradebeispiel.
Ja, die neue Dredg-Scheibe bietet allerhand Angriffsfläche und ja, es ist definitiv nicht deren bestes Album. Doch auch hier wird wieder klar, dass selbst ein mittelmäßiges Dredg-Album immer noch wesentlich besser ist als der Rest. Dabei gefällt gerade der stilistische Twist zwischen der Poppigkeit von Catch without Arms und der inhaltlichen Geschlossenheit von El Cielo außerordentlich gut. Es hätte an manchen Stellen durchaus etwas mutiger und auch ruppiger zur Sache gehen können, aber das Missionsziel der Band wurde dennoch nicht verfehlt. Das bedeutet für mich: Platz 1!
Platz 2: Voltaire – Das letzte bisschen Etikette
Auch das neue Voltaire Album ist trotz oder vielleicht auch wegen seiner größeren textlichen Zugänglichkeit längst nicht so gut geworden wie der Vorgänger Heute ist jeder Tag. Deutsch-Pop trifft Pathos und Kitsch. Was bei anderen Bands ein Ausschlusskriterium wäre funktioniert an dieser Stelle außerordentlich gut und macht Das letzte bisschen Etikette zu einem meiner Highlights 2009.
Platz 3: Helgi Hrafn Jónsson – For The Rest Of My Childhood
Wieder so ein Künstler, den man Anfang des Jahres noch nicht auf dem Zettel hatte und mal wieder der beste Beweis dafür, dass die Musik aus Island doch irgendwie von einem ganz anderen Stern kommt. Jónsson macht Sigur-Rós-Musik für Einsteiger mit mehr Songstruktur und Melancholie.
Platz 4: The xx – The xx
Ein Album welches mich erst im letzten Viertel des Jahres wirklich erreicht hat und dann nicht mehr wegzudenken war. Minimalistischer 80er Pop im Stile von ganz frühen The Cure mit einem Schuss Electronica á la Fischerspooner. Stark!
Platz 5: Japandroids – Post-Nothing
So klingt der Hybrid aus Noise-Pop, schrammeligem Garagen-Rock und eine großen Portion Indie-Attitüde im Jahre 2009. Erinnert in Ansätzen an die frühen und noch rohen …And You Will Know Us By The Trail Of Dead und in Ansätzen auch an Sonic Youth. Die Newcomer 2009!





hej jungs
schön zu sehen, dass wir eigentlich alle den gleichen Musikgeschmack, dennoch (meist) eine komplett unterschiedliche top5 aufgestellt haben. War ein schönes erstes Jahr, weiter so!
auch wenn meine top 10 des jahres etwas anders ausehen, habe ich eure seite immer gerne gelesen – und sooo weit liegen wir musikalisch gar nicht auseinander
rock on, guys! p.s. aber was an julian plenti so gut sein soll, muss man mir noch einmal erklären…
Für mich als Interpol-Fan ist es zunächst seine unverwechselbare Stimme, zudem die Intimität dieses Albums und auch die Sounds sond vom Banks’schen Gitarrenspiel geprägt, das mich sehr anspricht (obwohl selbst Keyboarder
). Aber wie du auf deiner Seite ja auch schreibst: Geschmäcker sind verschieden, und das ist auch gut so!
und vielen Dank für die netten Worte.
Anfangs hat mich das Soloalbum von Julian Plenti auch nicht wirklich mitreißen können. Nach einigen doch eher gelangweilten Hördurchgängen finde ich mittlerweile immer mehr gefallen daran. Das nennt man wohl einen “Grower”.
Interpol gefällt mir dennoch besser…
Bald muss noch die besten Alben für 2010 kommen